Chrüzegg-Tour mit dem Bike Team Wilen 2011

Bilder: Silvio und Mauro, Bericht: Thomas, Bike Team Wilen

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Früh mussten sie aufstehen – die Freireiter aus dem Domleschg für ihren Ausritt ins Toggenburg! Kurz vor neun Uhr begrüsste Dan die Reiterin und ihre acht Begleiter. Er erinnerte kurz an den letztjährigen Besuch des Wilener Clubs, in einer der burgenreichsten Regionen der Schweiz. Die tolle Tour und die ausgezeichnete Gastfreundschaft sind in bester Erinnerung geblieben. "Auch wir haben Berge, zwar kleine und es geht immer ufe und abe…!" Die abschliessenden Worte des Präsidenten schienen die Reiter (noch) nicht sonderlich zu beunruhigen, sind sie es doch gewohnt, " Höhenmeter zu fressen"! So starteten wir bei besten äusseren Bedingungen in zwei Leistungsgruppen. Schon bald war klar, was Dan mit "ufe und abe" meinte. Das coupierte Gelände, mit steilen kurzen Rampen führte immer wieder zu kräfteraubenden Rhytmuswechseln. Wann es denn endlich nur noch aufwärts gehe, hörte ich einen Freireiter fragen. Spätestens in Krinau fand auch er sein bevorzugtes Terrain – regelmässig bergwärts!

Auf der Chrüzegg angekommen bot sich uns eine prächtige Fernsicht. Wir nutzten die Gelegenheit um uns zu stärken und tauschten so manches Bike-Erlebnis aus.

Frisch gestärkt, wagten wir uns an die Schlüsselstelle der Tour: Der Singletrail im ausgewaschenen Nagelfluhbett, reichlich mit Steinen garniert und dazu noch leicht feucht forderte Mut und geschickte Steuerkünste. Erfreulicherweise haben alle diese Herausforderung ohne nennenswerte Zwischenfälle gemeistert. Dass Biker auch gute Handwerker sind, zeigten uns Remo und Jürgen (Freireiter) kurze Zeit später, als sie einen defekten Schlauch wechseln mussten. Spezialist Remo war dabei eine Nasenlänge voraus und behauptete sich als der wohl schnellste "Pneuwechsler" im bike-team. Dass Biker manchmal auch Glück in Anspruch nehmen dürfen, erlebte Ralph auf einer Abfahrt Richtung Hulftegg. Ein lauter undefinierbarer Knall veranlasste ihn die Fahrt zu unterbrechen. Nicht schlecht staunte er, als er feststellte, dass des Sitzrohr auf der Höhe des Umwerfers in zwei Teile zerbrochen war!

Aufgrund der Kräftereserven in ihrer Gruppe, gestalteten die beiden Guides Dan und Fred die letzte Teilstrecke von der Hulftegg zurück nach Wilen. Beim abschliessenden Grill- und Badeplausch in Christophs Garten konnten wir unsere Energiespeicher reichlich füllen und es blieb Zeit, um über so manch vollbrachte Heldentat zu lachen.

Herzlichen Dank an alle, die zum gelingen dieses Anlasses beigetragen haben. Ein spezieller Dank geht an Hortensia und Christoph für die Bewirtung in ihrem Garten, sowie Fred und Dan für die kompetente Führung im Gelände.

Thomas Boesch

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